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Weitere Netze im Visier

Strom- und Gasversorgung bewirbt sich in Sassenberg und Beelen

 

Versmold (WB). Die Strom- und Gasversorgung Versmold (SGV) streckt ihre Fühler nach weiteren Konzessionen aus. »Wir haben in Sassenberg und Beelen zum Start der Ausschreibungsverfahren unser Interesse bekundet , sagte Geschäftsführer Jörg Kogelheide.

In beiden Gemeinden laufen in zwei Jahren die Versorgungsver- träge sowohl für Strom als auch Gas aus. Nach Gesetzesvorschrif- ten müssen die Konzessionen mit einem solchen Vorlauf ausge- schrieben werden. »Wir hatten Beelen zunächst nicht so auf dem Schirm. Aber das wäre natürlich vor allem interessant aus Sicht der Stadtwerke Harsewinkel, an denen wir zu 74,9 Prozent beteiligt sind , sagte Kogelheide. Die Stadt- werke waren 2012 gemeinsam mit der Stadt Harsewinkel gegründet worden. Unterlagen für eine ge- nauere Übersicht über das betrof- fene Versorgungsgebiet seien in beiden Fällen angefordert worden. In Bad Rothenfelde hatte die SGV den Stromzuschlag für den Außenbereich vor wenigen Wochen erhalten. Diese Zeitung berichtete. Dort soll das Stromnetz ebenso zum 1. Januar 2018 übernommen werden wie in Dissen zum selben Zeitpunkt das Strom- und Gasnetz. Zudem wird bereits ein Jahr vorher zum 1. Januar 2017 in Dissen ein Kundencenter eröffnet werden. In Bad Rothenfelde liefert die SGV im gesamten Gemeindebereich Gas und im Innenbereich Strom bereits seit 2011. Dass es so geballt zu neuen Konzessionsausschreibungen kommt, hat seinen Grund. Mitte der 1990-er Jahren wurde gesetzlich geregelt, dass die Versorgerverträge nicht mehr unbefristet, sondern nur noch mit einer maximalen Laufzeit von 20 Jahren geschlossen werden dürfen. »Und die laufen jetzt nach und nach aus. Wer sich jetzt nicht damit beschäftigt, für den ist der Zug in den kommenden 20 Jahren abgefahren , sagt Jörg Kogelheide.  

Strom wird teurer


Die SGV hat seine Kunden zum Wochenende darüber informiert, dass der Strom von 2017 an teurer wird. Einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt entstehen bei einer Abnahme von 3500 kWh Mehrkosten von 20,49 Euro. »Wir müssen die staatlich veranlassten Zusatzkosten von 0,58 Cent/kWh brutto in diesem Jahr weitergeben, sagt Kogelheide. Von 2015 zu 2016 habe man den Preisanstieg für die Kunden noch kompensieren und durch einen Bonus in selber Höhe auffangen können. Doch dieses Mal käme man um die Weitergabe der nicht beeinflussbaren Kosten nicht herum. Der Bonus werde dementsprechend auf 1,63 Cent/kWh gesenkt. Der Verbrauchspreis liegt für Haushaltskunden nach Bonusabzug somit bei 27,93 Cent/kWh. »Wir bewegen uns auf eine regulierte Planwirtschaft zu , sagt Kogelheide zu den immer neuen Verordnungen und Vorschriften der Bundesnetzagentur. »Wir müssen nach deren Vorgaben jedes Jahr effizienter werden. Die Personalkosten sollen reduziert werden. Gleichzeitig steigt aber der zu betreibende Aufwand , sagt Kogelheide und verweist auf das doppelseitig bedruckte Preisblatt, das er den Kunden schicken musste. Die Preiszusammensetzung des Grundversorgungstarifs umfasst 30 Positionen.

Stromzähler wieder ausbauen


Der Gesetzgeber hatte laut Kogelheide geplant, nur noch elektronische Stromzähler verbauen zu lassen, die die Daten zwölf Monate lang speichern. »Etwa 200 bis 300 solcher Geräte haben wir bereits installiert , sagt Kogelheide. Die könnten jetzt alle wieder ausgebaut werden und auf den Schrott. »Kurz vor der Gesetzesverabschiedung hat man die Speichervorschrift auf 24 Monate angehoben , so Jörg Kogelheide.

Aus Strom- und Gasversorgung werden die Stadtwerke


Aus der Strom- und Gasversorgung Versmold GmbH wird im kommenden Jahr die Stadtwerke Versmold GmbH. Diesen Umfirmierungsplänen hat der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung am 27. Oktober bei nur einer Enthaltung ohne Gegenstimme zugestimmt. SGV-Geschäftsführer Jörg Kogelheide bestätigte die Pläne. »Der Name Strom- und Gasversorgung ist in der Bevölkerung nie richtig angekommen. Das Wortkonstrukt war nicht vorteilhaft. Und der Name Stadtwerke steht als Marke für einen verlässlichen Partner vor Ort. Auf einen genauen Termin wollte sich Kogelheide noch nicht festlegen lassen: »Wir müssen unseren Internetauftritt überarbeiten und die Umfirmierung mit entsprechendem Marketing vorbereiten.

Quelle: Westfalen-Blatt, 22.11.2016

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