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Stadt Dissen startet die kommunale Wärmeplanung

Dissen, Juli 2025. 

Beginn der Wärmeplanung mit den Stadtwerken Versmold und der Wärmeschmiede GmbH

Vor dem Hintergrund der Ziele der Bundesregierung, bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen, und den Bestrebungen des Landes Niedersachsen, dieses Ziel bereits fünf Jahre früher zu verwirklichen, möchte die Stadt Dissen aTW hierfür mit der Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung einen Beitrag leisten. Mit dem Beginn der kommunalen Wärmeplanung möchte die Stadt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Reduzierung von CO2-Emissionen gehen und einen wesentlichen Baustein zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Energiezukunft für ihre Bürgerinnen und Bürger mitgestalten. 

Zum Start der kommunalen Wärmeplanung trafen sich in Versmold Vertreter der Wärmeschmiede GmbH, die vor Ort aktiven Vertreter der Stadtwerke Versmold GmbH und die Verantwortlichen der Stadtverwaltung: Bastian Hoffman (Geschäftsführer der Wärmeschmiede GmbH), Jannik Benke (Projektleiter, Wärmeschmiede GmbH), Michael Nollek (Projektkoordinator, Stadtwerke Versmold GmbH), Daniel Hecker (Stellvertretender Projektkoordinator, Stadtwerke Versmold GmbH), Bürgermeister Eugen Görlitz, Nadine Steenberg (Fachbereichsleitung Planen und Bauen) und Carina Ortmann (Stellvertretende Fachbereichsleitung Planen und Bauen), die als Hauptansprechperson für die kommunale Wärmeplanung in der Stadt Dissen aTW fungiert. 

Die Stadtwerke Versmold sind nicht nur als Netzbetreiber tätig, sondern arbeiten im Auftrag der Stadt Dissen aTW gemeinsam mit der Wärmeschmiede GmbH an der Erstellung des Wärmeplans. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant. Danach beginnt die Umsetzungsphase der ersten im Prozess identifizierten Maßnahmen, wobei größere Maßnahmen auch maßgeblich von möglichen Investoren abhängen werden. 

„Einsparen ist effektiver als Ersetzen. Es ist von großer Bedeutung, dass wir den Energiebedarf durch gezielte Sanierungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung reduzieren“, so Jannik Benke, Projektleiter Wärmeschmiede GmbH.

Bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse sind jedoch noch einige Planungsschritte notwendig. Die kommunale Wärmeplanung erfolgt in einer Art Stufenmodell. Zunächst wird eine Bestandsanalyse durchgeführt. Dabei werden anhand vorhandener Gebäudedaten der aktuelle Wärmebedarf, die eingesetzten Energieträger, die vorhandenen Heizungsanlagen sowie die Energieinfrastruktur ermittelt. Als Datengrundlage wird insbesondere auf die Daten des Netzbetreibers für Strom und Gas sowie Daten der Bezirksschornsteinfeger zurückgegriffen. Aktuell läuft die Bestandsanalyse. Zusätzlich sollen lokale Akteure wie etwa Energieversorger oder Unternehmen mit Abwärmepotenzial direkt befragt werden.

Anschließend wird gemeinsam geprüft, welche Versorgungstechnologien auf Basis erneuerbarer Energien oder nutzbarer Abwärme für die Wärmeversorgung zur Verfügung stehen. Dies können beispielsweise grüne Wärmenetze oder Technologien mit Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme oder Biomasse sein. 

Die Akteure, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Wärmeversorgung haben, werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden. Darüber hinaus erhält jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit, Hinweise und Anregungen zur Wärmeplanung einzubringen, wozu im Laufe des Prozesses separat eingeladen wird.   

Die Einteilung der Stadt Dissen aTW in potenzielle Wärmeversorgungsgebiete erfolgt nach Auswertung aller Ergebnisse. Im Anschluss wird eine Strategie mit Maßnahmenplan entwickelt, die aufzeigt, wie es in Sachen Wärmeversorgung weitergehen kann.

Die Wärmeplanung wird keine rechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen oder Haushalte hinsichtlich der Energie- und Wärmequellen schaffen. Stattdessen wird sie aufzeigen, welche treibhausgasneutralen Energiequellen in der Region verfügbar sind. „Wir möchten transparent darstellen, ob in bestimmten Bereichen der Stadt Dissen aTW Wärmenetze für Anwohnerinnen und Anwohner wirtschaftlich angeboten werden können und welche Heizungstechnologien unter Berücksichtigung von Umwelt und Sozialverträglichkeit zu priorisieren sind“, so Michael Nollek.

Den Bürgerinnen und Bürgern werde durch die Planung nicht vorgeschrieben, wie sie in Zukunft heizen müssen. Vielmehr kann der Plan als Orientierungshilfe für individuelle Entscheidungen im Rahmen der Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) verstanden werden. Dabei sei darauf hingewiesen, dass fossile Energieträger wie Öl und Gas durch die CO2-Abgabe teurer werden. Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen und der Anschluss an ein Wärmenetz dürften zukünftig nicht nur effizienter arbeiten, sondern könnten sich langfristig unter bestimmten Rahmenbedingungen auch finanziell lohnen, so die Experten der Wärmeschmiede GmbH.

Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zur kommunalen Wärmeplanung wird bis Ende August die Homepage www.dissen.de/bauen-in-dissen/klimaschutz/waermeplanung online gehen. Dort werden häufige Fragen rund um die Wärmeplanung beantwortet und zusätzliche Einblicke in die Fortschritte in Dissen aTW geboten. Bei Fragen oder Anliegen kann gerne die Stellvertretende Fachbereichsleitung Planen und Bauen der Stadt Dissen aTW, Carina Ortmann, per e-mail (ortmann@dissen.de) kontaktiert werden. 

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Team der kommunalen Wärmeplanung vor dem Geschäftsgebäude der Stadtwerke Versmold