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Energiesparen leicht gemacht – unsere Tipps

Manchmal sind es ganz kleine Tricks und Kniffe oder etwas mehr Wissen um den Stromverbrauch, die helfen, im Haushalt Energie zu sparen. Die Wirkung hingegen kann enorm groß sein. In jedem Haushalt lassen sich beispielsweise durch einen bewussten Umgang mit Strom leicht einige 100 Euro im Jahr sparen.

Wir haben hier zehn nützliche Tipps für Sie zusammengestellt. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, stehen wir Ihnen für eine persönliche Beratung gern zur Verfügung.

Energiespartipps

Energiespartipps pdf

Ihre Ansprechpartnerin

Isabel Bednarski

Unsere Tipps

Wer Computer, Fernseher, Hi-Fi-Anlage etc. ganz abschaltet, statt auf Standby herunterzufahren, kann bis zu 50 % Energie sparen. Doch was, wenn die Geräte gar keinen Ein-/Ausschalter mehr haben? Statt jedes einzeln auszustöpseln, sorgen Steckerleisten mit Schalter für Bequemlichkeit. Genau hinsehen sollten Sie beim TV-Gerät: Hier sind oft zu hohe Werte für Kontrast, Helligkeit, Schärfe und Farbe eingestellt – und das schluckt ebenso Strom. Und: Auch an Computer, Spielekonsole & Co. im Kinderzimmer denken.

Nutzen Sie die Programmvielfalt Ihrer Spülmaschine: Für normal verschmutztes Geschirr reicht Spülen mit 50 °C – das spart gegenüber einem 60 °C-Spülgang bis zu 30 % Energie. Fürs Frühstücks- oder Kaffeegeschirr tut’s oft auch das Spar- oder Kurzprogramm. Ab und zu sollten Sie dennoch einen Durchgang mit höherer Temperatur einlegen – das hält die Maschine sauber und beugt schlechten Gerüchen vor.

Prüfen Sie regelmäßig die Temperatur in Ihren Kühlgeräten: Im Kühlschrank sind 7 °C optimal, im Gefriergerät –18 °C. Niedrigere Temperaturen erhöhen nur den Stromverbrauch – die Haltbarkeit der Nahrungsmittel profitiert davon nicht. Bilden sich dicke Eiskrusten, unbedingt abtauen – und die Türdichtung prüfen, die schließt ggf. nicht mehr gut. Und wenn während Ihres Urlaubs auch der Kühlschrank abschalten darf, freut sich die Haushaltskasse!

Energiesparlampen sind auf dem Vormarsch, denn sie sparen bis zu 80 % Strom. Noch effizienter sind LEDLeuchten. Auch durch geschickte Planung im Wohnraum lassen sich Beleuchtungskosten sparen: Rücken Sie z. B. die Möbel so, dass möglichst viel Tageslicht genutzt wird. Helle Wände und Lampenschirme reflektieren Licht und verringern die erforderliche Lampenstärke.

Lassen Sie die Waschmaschine möglichst nur voll beladen laufen, nutzen Sie Spar- oder Schonprogramme mit kürzeren Laufzeiten oder niedrigeren Temperaturen: Eine 60°-Wäsche braucht nur halb so viel Strom wie ein Kochwaschgang, 30° sparen 30 % gegenüber der 60°-Wäsche. Und: Kräftiges Schleudern spart Energie im Wäschetrockner.

Der beste Zeitpunkt zur Heizungswartung ist das Ende der Heizperiode. Eine regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer des Heizkessels, schützt vor Störungen und spart bares Geld, denn saubere Heizkessel arbeiten deutlich sparsamer. Und: Werfen Sie auch mal einen Blick auf die Heizungs- und Warmwasserrohre im Keller: In älteren Gebäuden sind die oft schlecht isoliert. Schon mit einfachem Schaumstoff und Klebeband erreichen Sie hier eine wirksame Wärmedämmung.

Gerade in den Sommermonaten macht sich eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung richtig bezahlt: Schon relativ kleine Anlagen reichen dann aus, um den Brauchwasserbedarf eines 4-Personen-Haushalts zu decken. Spartipp für alle, die Warmwasser elektrisch oder über die Heizanlage erzeugen: Stellen Sie bei einer Einhandhebel-Mischbatterie den Hebel grundsätzlich immer auf »kalt« statt in die Mitte. So wird nicht bei jedem kurzen Händewaschen sofort warmes Wasser angefordert.

Denken Sie in den kalten Monaten daran, die Fenster grundsätzlich zu schließen – denn sobald die Heizung läuft, verschleudern dauerhaft gekippte Fenster gutes Geld. Für frische Luft in den Räumen mehrmals täglich 5 – 10 Minuten lüften, dann Fenster wieder schließen. In der Küche gleich nach dem Kochen durchlüften, im Bad nach dem Baden oder Duschen, um die Luftfeuchtigkeit zu verringern.

Mit modernem Wärmeschutz an Gebäuden lassen sich bis zu 70 % Heizenergie sparen. Ein paar einfache Handgriffe helfen jedoch auch schon viel: Tauschen Sie im Winter lange Vorhänge vor den Heizkörpern gegen kurze aus (oder binden Sie sie dekorativ zusammen), rücken Sie das davorgestellte Sofa etwas weg. Und: Schließen Sie abends vorhandene Vorhänge und Rollläden.

Behalten Sie die Raumtemperatur im Auge: Schon 1 °C mehr bedeutet 6 % mehr Heizkosten! In Wohn- und Arbeitsbereich ist es bei 20–22 °C behaglich, im Bad dürfen es 22–24 °C sein, in der Küche reichen 18–20 °C, im Schlafzimmer sorgen 16–18 °C für erholsame Nachtruhe. Falls Ihre Heizkörper noch keine Thermostatventile haben, können Sie diese meist problemlos nachrüsten. Und: Wenn in der Küche der Backofen läuft, kann der Heizkörper gerne auf Sparflamme gehen.

Unsere Wasserspartipps

Achten Sie beim Kauf einer neuen Waschmaschine oder eines Geschirrspülers neben der Energie-Effizienz-Klasse A auf einen niedrigen Wasserverbrauch und darauf, dass Wasser und Strom sparende Programme zur Verfügung stehen. Gegenüber einem alten Gerät sind Einsparungen bis zu 75 % drin.

Beim Händewaschen nur am Anfang und am Ende den Hahn aufdrehen. Sonst fließen 15 – 20 Liter ungenutzt ab. Das gilt auch für das Zähneputzen und Nassrasieren.

Lieber Duschen statt Vollbad – jedes Mal, wenn Sie das beherzigen, verbrauchen Sie 60 – 80 Liter Wasser weniger. Unser Tipp: Seltener und dafür mit Genuss baden.
Einhandmischer und thermostatisch geregelte Mischbatterien können in der Dusche wahre Wunder vollbringen, denn sie reduzieren die Vor- und Nachregelverluste. Auch Einhebel-Mischer an Waschbecken machen 15-25 % Einsparungen möglich.
Ein tropfender Wasserhahn nervt nicht nur, sondern treibt auch Ihre Wasserrechnung unnötig in die Höhe. Ein Tropfen pro Sekunde – das ergibt 1 Liter nach fünf Stunden, 1.580 Liter im Jahr!
Ein Drittel des persönlichen Wasserbedarfs fließt durch die Toilettenspülung. Eine Zwei-Mengen-Spülung oder eine Spül-Stopp-Taste können den Verbrauch halbieren. Eine 4-köpfige Familie spart bis zu 40.000 Liter Trinkwasser im Jahr. Da machen sich die Umbaukosten schnell bezahlt. Achten Sie auf gut funktionierende Dichtungen.

Die Geschirrspülmaschine nur voll beladen in Betrieb setzen. Zwar sollten Sie grobe Verschmutzungen vorher entfernen, aber ohne Wasser. Denn das Vorspülen des Geschirrs unter laufendem Wasserhahn ist Verschwendung.
Waschen Sie Gemüse oder Salat nicht unter laufendem Wasserhahn. Eine Schüssel mit Wasser tut es auch. Das Waschwasser können Sie dann noch zum Gießen Ihrer Grünpflanzen verwenden.

In einem Mietshaus ohne Wohnungswasserzähler fehlt meist der Anreiz zum Wassersparen. Fragen Sie Ihren Vermieter, was hier geplant ist.

Verzichten Sie auf das tägliche Rasensprengen, denn das geht richtig ins Geld. Nach längerer Trockenzeit wird bekanntlich braun gewordener Rasen in wenigen Regentagen wieder völlig grün. Fangen Sie das Regenwasser in einer Zisterne auf. Es eignet sich hervorragend für den Garten und sogar die Toilettenspülung.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 900 Millionen Autowäschen. Damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, sollte die Wäsche auf Waschplätzen und in Waschanlagen erfolgen. Dort wird auch ein Teil des Wassers im Kreislauf geführt, also mehrfach genutzt. Besonders Wasser schonende Anlagen erkennen Sie am „Blauen Engel“. Und mal ehrlich: Muss es immer eine Vollwäsche sein, reicht nicht oft die Reinigung von Scheiben und Lampen?